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Unternehmen solarisieren

Photovoltaik im Commercial & Industrial Bereich benötigt individuelle Lösungen. Wir haben das passende, starke Netzwerk dafür! Sabine Ruoff-Sixt und Yvonne Bogner sind unsere Expertinnen für Großprojekte sowie Gewerbe- und Industrielösungen mit Sektorenkopplung. Im Interview stellen sie ihre Expertise vor und geben einen Einblick in die C&I Welt.

Wie seid ihr in den Bereich C&I eingestiegen?

Sabine: Ich arbeite seit 2006 bei BayWa r.e. Zunächst war ich in unserem Vertriebsbüro in Nürnberg tätig und habe dort über mehrere Jahre hinweg die Position der Vertriebsleiterin innegehabt. Aufgrund meiner Erfahrung mit größeren PV-Anlagen und ersten erfolgreichen Projekten, wurde mir die Aufgabe übertragen, eine eigene Abteilung für Projektmanagement aufzubauen. Seitdem bin ich für den Projektbereich verantwortlich. Das bedeutet: Alles, was Anlagen, große Dachanlagen und große Freiflächenanlagen betrifft, fällt in meinen Zuständigkeitsbereich. Wir bearbeiten diese entweder in Zusammenarbeit mit unseren Vertriebsteams oder, wenn es sich um Freiflächenanlagen handelt, mit unseren Partner:innen.
Mein Motto lautet: Geht nicht, gibt‘s nicht. Wir kämpfen bis zum letzten Schritt, um unsere Projekte zu gewinnen.

Yvonne: Ich bin Yvonne und bereits seit 2009 im Segment C&I aktiv. Bei BayWa r.e. habe ich im September 2019 angefangen. Seit Februar 2023 arbeite ich direkt mit Sabine zusammen. Wir fokussieren uns auf die Umsetzung von gesamtheitlichen Energiesystemen – angefangen mit Photovoltaik in Ergänzung mit Gewerbespeichern, intelligenten Energiemanagementsystemen und E-Mobilität. Das Thema Wärme denken wir natürlich auch mit. Ursprünglich komme ich aus der Energiewirtschaft. Ich bringe viel Wissen aus dem Energiemarkt mit, insbesondere im Zusammenhang mit Sektorenkopplung.
Meine Devise lautet: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

 

Was waren eure bisher spannendsten Projekte?

Sabine: Das Projekt Südeifel hat uns in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt. Angefangen bei den Vertragsverhandlungen, der Ausarbeitung von Verträgen bis hin zur Bewältigung der Finanzaspekte, Liquiditätssteuerung und Zahlungsflüsse. Es ist ein beeindruckendes Vorhaben mit einer Leistung von 214 MW, das wir erfolgreich verhandelt und gewonnen haben. Es ist unser Leuchtturm-Projekt und befindet sich immer noch in der Auslieferungsphase. Das zeigt, welch große Herausforderung es für alle Beteiligten ist. Jedes Projekt, unabhängig von seiner Größe, ist eine großartige Gelegenheit. Es bringt unterschiedliche Gegebenheiten mit sich, sowohl auf Seite der Kundschaft als auch auf projektspezifischer Ebene.

Was ich nicht vergessen möchte: Berg Espich, unser erstes großes Projekt, eine Hybridanlage, die wir kontinuierlich erweitern. Dieses Projekt hat uns wirklich angestachelt, im Projektbereich aktiver zu werden. Denn als Alexander Schütt (ehem. Geschäftsführer BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH, Anm. d. Red.) vorgeschlagen hat 10 MW zu realisieren, haben wir das als Herausforderung angenommen. Jetzt ist es unser Standard, auf den wir stolz sind.

Yvonne: Ich finde es tatsächlich schwer, ein bestimmtes Projekt herauszugreifen. Jedes hat seinen eigenen Reiz und seine eigenen Herausforderungen, denen ich mich gerne stelle. Wenn ich jedoch an meine bisherige Zeit in der Erneuerbaren Energien-Branche denke, fällt mir sofort das Neubauprojekt unseres Standortes in Tübingen ein. Es handelt sich um ein Leuchtturmprojekt für ganzheitliche Energiesysteme und Sektorenkopplung. Tübingen ist ein Vorreiter in diesem Bereich. Ich kenne extrem wenige Unternehmen, die so gut aufgestellt sind. Die Anlage umfasst Solarmodule auf Dächern und Fassaden, integrierte Speichersysteme, eine Wärmepumpe und eine Ladeinfrastruktur, die ihresgleichen sucht; sowohl AC- als auch DC-seitig. Das Ganze wird intelligent durch ein Energiemanagementsystem gesteuert. Es ist ein Projekt, auf das wir stolz sind, da es wirklich einzigartig ist.

Solarkraftwerke Südeifel - riesiger Solarpark mit 214 MWp verteilt auf 11 Teilprojekte


Was wird im Bereich C&I das nächste Zukunftsthema?

Yvonne: Ein sehr wichtiges Thema im Kontext der Sektorenkopplung ist für uns die Integration der Wärme. Gerade im gewerblichen, beziehungsweise industriellen Umfeld kein leichtes Unterfangen. Aktuell eruieren wir hier die Möglichkeiten, sowohl im Residentialbereich als auch bei C&I. Ein zentraler wichtiger Schritt wird in jedem Fall die Digitalisierung und Intelligenz in den Energiesystemen sein. Wir sehen eine stetige Zunahme der Anfragen von erweiterten Energiesystemen. Zu der PV kommen nun auch im C&I-Bereich verstärkt Gewerbespeicher. Entweder zur Eigenstromoptimierung, aber auch zur Lösung der diversen Netzprobleme. Diese werden lokal gesehen auch oft durch Ladeinfrastruktur hervorgerufen. Hier ist dann eine intelligente Regelung der Anlagen essenziell. Die Intelligenz in den Systemen ist entscheidend, um die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen, insbesondere im Hinblick auf Flexibilität und Entlastung des Stromnetzes. Dies wird in den nächsten Jahren eines der führenden Themen sein.

Sabine: Bei uns, insbesondere im Bereich Freifläche, wird die Netzkapazität zu einem bedeutenden Thema. Es ist wahrscheinlich, dass wir schon in absehbarer Zukunft an die Grenzen stoßen werden. Die Netze werden überlastet wenn wir weitere Freiflächenanlagen für Investor:innen und Flächeneigentümer:innen entwickeln möchten. Daher müssen wir verstärkt Freiflächenanlagen mit Großspeichern ausstatten. Ein interessantes aktuelles Projekt, ist die Umsetzung einer 10- MW-Anlage im Netzwerk mit einem Zentralwechselrichter von SMA. Der Kunde plant zusätzlich, einen Wasserstoffspeicher zu integrieren. Ein äußerst spannendes Thema. Der Netzausbau und die Lösung für die Stromverteilung sind definitiv Themen, die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen werden.

Auf welche kommenden Projekte dürfen wir gespannt sein?

Sabine: Ja, typisch schwäbisch, nicht kleckern, sondern klotzen! Unsere Anfragen werden immer größer. Uns sind 100 kW Anlagen genauso wichtig wie MW-Anlagen. Wenn ich sehe, was wir derzeit mit unseren Netzwerkpartner:innen für 2024 und 2025 verhandeln, geht es dabei um Anlagen, die in den Bereich von 30 MW und mehr vorstoßen. Wirklich viele Projekte sind mittlerweile in dieser Größenordnung angesiedelt. Hier überzeugen wir mit unserer zuverlässigen Belieferung mit Qualitätsprodukten in Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartner:innen. Ganzheitliche Lösung in den Erneuerbaren Energien, das ist ein großer Mehrwert, da Ressourcen für Montage und Planung begrenzt sind.

Yvonne: Richtig, und in Bezug auf Gewerbekundschaft ergänzen wir unsere Produktlösungen. Von unserem starken Netzwerk profitieren auch unsere Kundinnen und Kunden und liefern eben nicht nur Komponenten, sondern sind Lösungsanbieter sowie zuverlässiger Partner. Es gibt viele Herausforderungen im Umfeld der Gewerbelösungen. Wir liefern Antworten auf die vielen Fragen und bieten ein starkes Partnerschaftsnetzwerk, um gemeinsam mit unserer Kundschaft diese Herausforderungen zu bewältigen.


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