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Informationen zur aktuellen Liefersituation

Admin / 17. Juni 2021 / Solarnews

Die erfreulich hohe Nachfrage in der Photovoltaik stößt an etlichen Stellen an Systemgrenzen und kann nicht in dem Maße befriedigt werden, wie wir uns das alle wünschen. 

Vielen Installationsbetrieben fehlen die Kapazitäten alle Anfragen zeitnah zu bedienen und in den Lieferketten verschärfen sich die Probleme und Schwierigkeiten.  

Die Lieferrouten von Asien nach Europa sind weiterhin überlastet und führen zu teils langen Verzögerungen und rapide steigenden Frachtkosten. Die Folgen der Suez-Kanal-Blockade sind an den Häfen noch nicht verarbeitet. 

Unter anderem besteht in China ein Containermangel, welcher primär dadurch begründet ist, dass China aktuell mehr Export als Import betreibt. Ganze Schiffsrouten von China nach Europa werden daher ersatzlos gestrichen, da die Kapazitäten der Containerschiffe nicht voll ausgelastet sind. Gleichzeitig warten volle Container auf die nächstmögliche Verladung, dies führt zu Staus in Häfen.
Aufgrund von gestrichenen Linien fahren die verbliebenen Schiffe mehrere Häfen an, um ihre Kapazität auszulasten und müssen diese Container in Europa auch an mehr Häfen als sonst abladen. Diese längeren Routen benötigen natürlich mehr Zeit als die nun wegfallenden Direktlinien.
Daher erhöhen sich aktuell Schiffspassagen im Durchschnitt von 35-40 Tagen auf 50-55 Tage. Bei gleichzeitiger Überlastung des Terminals in Rotterdam, die eine Leadtime (Ankunft Hafen – Auslieferung) von 2 Wochen nach sich zieht, normalerweise sind es ca. 5 Werktage.

Warum ist Rotterdam überlastet?

Ein Grund ist Stillstand im Suez Kanal wegen der Havarie des Containerschiffes Ever Given. Der Suez Kanal war über Tage beidseitig nicht passierbar. Auch daher stauten sich in China volle Container und konnten nicht beladen werden. Die Schiffe kamen einfach nicht von Europa bis nach China durch oder kamen erst verspätet an.
Gleichzeitig bewirkte die Öffnung des Kanals den typischen Effekt nach einer solchen „Straßensperre“ – es kamen plötzlich alle gleichzeitig in Rotterdam an!
Der Hafen Rotterdam konnte trotz aller Anstrengungen die Menge an Container nicht zeitnah auf LKWs weiterverladen, was zu einem Containerstau führte. Terminal wurde daher auch für 2 Tage geschlossen, um Container erst ein mal einzulagern. Die Reedereien wollen natürlich keine leeren Container verladen und somit werden erst vollkommen ausgelastete, mit bezahlter Fracht beladene Schiffe mit Verspätung nach China geschickt. Diese Auflösung des Staus kann sich noch bis zu zwei weitere Monate hinziehen.

Der Blick nach China

Steigende Corona-Fallzahlen rund um die südchinesische Metropole Shenzhen führen zu starken Abfertigungsengpässen in den Häfen Yantian und Shekou sowie in Nansha (im benachbarten Guangzhou).
Reedereien wie Hapag-Lloyd oder Maersk haben bereits zahlreiche Schiffe umgeleitet und die betroffenen Häfen werde nicht mehr angefahren. Mehrere Terminals im Hafen von Yantian sind bereits geschlossen. Containerschiffe müssen auf benachbarte Häfen ausweichen, die mit dieser plötzlichen hohen Last nicht zurechtkommen. Container, die in den geschlossenen Terminals lagern, dürfen für mindestens zwei Wochen nicht bewegt werden. Hier wird eine weitere 16-tägige Verzögerung erwartet.

LKW-Kapazitäten Deutschland und Europa

Auch die LKW-Kapazitäten in Deutschland und Europa sind stark überlastet, speziell die für unsere Ladungen benötigten Kapazitäten für Lang-Gut und Teilpartien sind stark nachgefragt. 

Ungeachtet der positiven Entwicklung der Corona-Fall-Zahlen in Deutschland und Europa kommt es immer wieder zu Infektionsgeschehen bei Dienstleistern im Transportsektor und in der Produktion bei Herstellern.  

Neben Corona und akuten Fahrermangel sorgt das in den letzten Monaten dramatisch angestiegene Privatkundengeschäft für eine Überlastung der Transport-Netzwerke, daher sind Terminzustellungen kaum noch einzuhalten.

Seien Sie versichert, dass wir alles uns Mögliche tun, um die Unsicherheiten der Lieferketten in ihren Auswirkungen zu minimieren. Zu einem hohen Prozentsatz gelingt uns das auch, aber vollständig kompensieren können wir sie derzeit nicht. Und so bleiben Verschiebungen von Lieferterminen, begrenzte Verfügbarkeiten und Qualitätsprobleme der Logistikdienstleister leider nicht aus.

Produktionsmittel

Die hohe Nachfrage bringt unerwartete Engpässe bei Rohstoffen, Halbleitern und für die Produktion notwendigen Bauteilen in fast allen Bereichen der Industrie sowie im Bausektor. Die Materialversorgung ist in vielen Bereichen an ihre Grenze gelangt. Betroffen davon sind unter anderem die Aluminium-, Stahl-, Kunststoff- und Holz-Versorgung.

Die Lieferzeiten für die in der PV-Branche notwendigen Materialien belaufen sich auf bis zu 30 Wochen, bei aktuell historisch hohen Preisen. Die Nachfrage nach diesen Rohstoffen steigt auch in den Märkten der USA und China. Die Beschaffung wird dadurch zunehmend schwieriger und teurer.

All diese Punkte führen dazu, dass sämtliche Lieferketten in einem bisher unbekannten Maß unzuverlässig geworden sind und der hohen Nachfrage im Photovoltaiksektor nicht immer standhalten können. 

Maßnahmen und Ausblick

Um unsere Aufgaben im Großhandelsgeschäft reibungslos und verlässlich für Sie bewerkstelligen zu können haben wir in den letzten Monaten unter anderem die Anzahl der Arbeitsplätze in unseren Lagern stark angehoben. Somit haben wir eine höhere Schlagkraft bei der Bestellabwicklung. Außerdem wurde ein Mehrschichtsystem eingeführt. Auch, um das Corona-Infektionsrisiko intern zu minimieren.

Die Maßnahmen greifen. Eine spürbare Verbesserung wird sich voraussichtlich in den nächsten Wochen einstellen, da wir durch lange Beschaffungszeiten der Arbeitsmittel und durch Corona-bedingte Einschränkungen noch nicht alle üblicherweise vorhanden Kräfte zu einhundert Prozent einsetzen können.

Wir arbeiten auch daran zusätzliche Speditionsleistungen zu buchen, zumindest überall dort, wo sie regional zur Verfügung stehen.

Die vor Monaten zur Fertigung angestoßenen Mengen für das novotegra Montagesystem wurden deutlich erhöht. Um Ihnen schnellstmöglich die gewohnte Termintreue gewährleisten zu können, werden wir in dieser Zeit vorrangig bestehende Aufträge ausliefern und behalten uns eine Anpassung der Mengen je Artikel vor.

Neue Bestellungen über Ihren Ansprechpartner oder im Webshop benötigen je nach Verfügbarkeit der gewünschten Artikel und der Auslastung der Lager- und Speditionskapazitäten einen längeren Vorlauf. Bitte haben Sie Verständnis für eine voraussichtliche Vorlaufzeit von 5 bis 8 Werktagen.     

Wir wissen um die für Sie damit verbunden Herausforderungen und bedanken uns an dieser Stelle für Ihr Verständnis und Ihre Treue. 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Ihnen baldmöglichst wieder den gewohnten Service und Qualitätsstandard in unseren Auslieferungen der Ware bieten zu können, damit Sie uns auch weiterhin bei unserer Mission helfen, Solarstrom in jedes Haus zu bringen! 

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BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH
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